‹cum pedibus suis› Oder: Was ist Fussball?

Flying Science im Sportstadion "Landhof", Basel 
4. bis 25. März 2010, jeweils Donnerstagabend um 18 Uhr 

Was ist Fussball? — Sport? Die schönste Nebensache der Welt? Männerphantasie? Kultur? Geldmacherei? Taktik? Strategie? Marotte? Medienspektakel? Kunst? Könnerschaft? Die Zahl der Möglichkeiten strebt anscheinend gegen Unendlich...

Ist Fussball Hoch- oder Populärkultur? Ist Fussball überhaupt Kultur? Dazu die Quizfrage: Wo
wird so was gesungen? (1) ‹Ha! Ho! Heja heja he!› Und wo das? (2) ‹Hojotoho! Heiaha!› Auflösung: Zitat 1 — im ‹König Fussball-Lied› zur Weltmeisterschaft von 1974, Zitat 2 — in der 1. Szene, 3. Akt in Richard Wagners ‹Die Walküre› von 1870.

Seit dem 14. Jahrhundert gibt es literarische Erzählungen von Mördern, die ‹cum pedibus suis›, also ‹mit dem Fuss›, mit dem Kopf ihrer Opfer gespielt haben. Fussball hat immer schon die Künste und die Wissenschaften beschäftigt und inspiriert.
Also Fussball kann drum vieles sein. Oder anders gesagt: Fussball ist nicht nur Fussball.

Diese Hypothese wollen wir viermal ins Spiel bringen. Und das an einem traditionsreichen Ort, dem Basler Ort der Brot und Spiele: Im Landhof, dem Stadion also, in dem die ersten internationalen
Spiele der Schweiz gespielt wurden bzw. dem ehemaligen und ersten Heimstadion des FC Basel.

Donnerstag, 4. März, 18  Uhr
Marianne Meier
 
Historikerin und Politologin

Swiss Academy for Development (SAD), Biel

Die Fussball. Ist Fussball männlich oder weiblich?

Geschlechtsspezifische Aspekte zu Potenzial und

Grenzen des runden Leders


Donnerstag, 11. März, 18  Uhr
Prof.  Dr. Dirk Baecker
Zeppelin University Friedrichshafen, Lehrstuhl für Kulturtheorie und -analyse
Der Ballbesitz

Donnerstag, 18. März, 18 Uhr
Prof. Dr. Andreas Heuer
Universität Münster, Institut für Physikalische Chemie
Fussball aus statistischer Sicht: Mythen, Zufall und Vorhersage

Donnerstag, 25. März, 18  Uhr
PD Dr. Manfred Koch
Universität Basel, Deutsches Seminar
Ball-Epiphanien - Religiöse Augenblicke im Sport

Vierundvierzig Beine rasen
durch die Gegend ohne Ziel.
Und weil sie so rasen müssen,
nennt man das auch Rasenspiel.
Rechts und links steh`n zwei Gestelle
je ein Spieler steht davor.
Hält er den Ball, ist ein Held er,
hält er nicht, schreit man ‹Du Tooor!›
Fußball spielt man meistens immer
mit der unteren Figur.
Mit dem Kopf, obwohl`s erlaubt ist,
spielt man ihn ganz selten nur.

Heinz Erhardt

 

Wir bedanken uns bei:

Queerpass, Basel
Lotteriefonds Basel-Landschaft
Swisslos-Fonds Basel-Stadt
Claire Sturzenegger-Jeanfavre Stiftung
Stiftung Science et Cité
Ruth und Paul Wallach Stiftung
Optik Aebischer im Gundeli
Übersetzung/Lektorat/Korrektorat
Eveline Herzog
tapetenweksel — Aksel Pedersen
Druckzentrum Laufen
Mediaton — Raphael Zehnder
Cava Hispania
Felix Henschen


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